[Buchrezension] Der Duft des Strandhafers, [Autorin] Gabriella Engelmann
- Alexandra Antipa
- 3 hours ago
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Nachdem ich den ersten Band der Reihe gelesen hatte, war ich total gespannt darauf, mich in diesen hier zu vertiefen. Das ist die Art von Geschichte, die einem noch lange nach dem Lesen im Gedächtnis bleibt. Schon auf den ersten Seiten fühlte ich mich an die Nordseeküste versetzt. Die Atmosphäre ist unglaublich lebendig und die Geschichte passt perfekt zum Schauplatz. Eine Geschichte über Familie, Verlust und die Last unbeantworteter Fragen. Was mir am meisten im Gedächtnis geblieben ist, war die Beziehung zwischen den Schwestern, die sich so echt anfühlt. Die wichtigste Erkenntnis? Liebe, Entfernung und unausgesprochene Dinge können eine Verbindung im Laufe der Zeit neu formen.
Meine Meinung:
Ich habe es geliebt, an die Nordseeküste zu reisen, wenn auch nur in meiner Vorstellung. Alles wirkte so lebendig – der Wind, das Salz, das leise Rascheln des Strandgrases –, es fühlte sich an, als wäre ich wirklich dort. Die Kulisse ist nicht nur eine Kulisse, sie verleiht der Geschichte Emotionen und Tiefe. Anna zu folgen, wie sie nach Sylt zurückkehrt, um aufzudecken, was wirklich mit Fenjas lange verschollener Schwester geschehen ist, hat mich sofort in den Bann gezogen. Die doppelte Zeitachse hat mir wunderbar gefallen – ich fand es toll, Martjes Vergangenheit langsam zusammenzusetzen, während ich zusah, wie Anna Schritt für Schritt die Wahrheit aufdeckte. Das erzeugte eine leise, aber stetige Spannung, die mich dazu brachte, immer weiterzublättern.
Die Geschichte wirkte so melancholisch, wurde aber nie bedrückend. Ich finde, die Autorin hat die perfekte Balance zwischen Nostalgie und Hoffnung gefunden. Die Figuren wirkten authentisch und menschlich. Vor allem Anna entwickelt sich auf ganz natürliche Weise weiter – bei ihrer Suche geht es nicht nur um die Vergangenheit, sondern auch darum, sich selbst zu verstehen. Und ich muss zugeben, dass mich auch die kleineren, stilleren Beziehungen emotional sehr angesprochen haben. Das war mehr als nur ein „Wohlfühlroman“. Es ist eine sanfte, aber emotionale Auseinandersetzung mit Identität, Zugehörigkeit und den Bindungen, die uns über Generationen hinweg prägen.
Das Thema Bücher und das Geschichtenerzählen an sich hat mich sehr angesprochen. Die Geschichte spiegelt wider, wie Geschichten weitergegeben, verborgen, wiederentdeckt und manchmal neu geschrieben werden. Beim Lesen dieser Geschichte habe ich über die Geschichten meiner eigenen Familie nachgedacht. Mir hat auch gefallen, dass der Schauplatz Sylt nicht auf oberflächliche Weise romantisiert wurde. Ja, es ist wunderschön dort, aber es herrscht auch ein Gefühl der Isolation und stillen Widerstandskraft, das die Charaktere prägt. Die Landschaft spiegelt ihre Gefühlslage wider – windgepeitscht, manchmal rau, aber auch beruhigend und erdend.
Zusammenfassung:
Es gab so viele Dinge, die mir an diesem Buch gefallen haben. Aber das Wichtigste war vielleicht die zutiefst emotionale Familiengeschichte. Ich mochte die Atmosphäre und die Kulisse sehr; ich möchte Sylt auf jeden Fall besuchen und es mit eigenen Augen sehen. Die langsame Enthüllung lang gehüteter Geheimnisse hat mich gefesselt, aber was mir wirklich im Gedächtnis geblieben ist, war die Zärtlichkeit, mit der Beziehungen, Erinnerungen und Zugehörigkeit thematisiert wurden. Es wirkte nachdenklich, ohne schwer zu sein, und am Ende war ich nicht nur zufrieden mit der Geschichte – ich war still davon bewegt.
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