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[Buchrezension] Dinghai Fusheng Records – Buch 1, [Autor] Fei Tian Ye Xiang

  • Writer: Alexandra Antipa
    Alexandra Antipa
  • 2 days ago
  • 2 min read



Schon beim Einstieg in diesen Roman hat mich die ungewöhnliche Ausgangsidee sofort gepackt: eine Welt im alten China, in der die spirituelle Energie verschwunden ist und das Reich langsam im Chaos zu zerfallen droht. Die Vorstellung einer „Herzlampe“, die den letzten verbliebenen Exorzisten zu einem vorherbestimmten Beschützer führt, wirkt von Anfang an geheimnisvoll und schicksalhaft. Dadurch hatte ich direkt das Gefühl, in eine Welt voller Mysterien und drohender Gefahr einzutauchen.

 

Meine Meinung:


 Besonders stark fand ich die Dynamik zwischen Chen Xing und Xiang Shu. Chen Xing ist als letzter Exorzist mit einer großen Verantwortung belastet, obwohl er selbst noch unerfahren und unsicher ist, während Xiang Shu zunächst als distanzierte, geheimnisvolle Figur wirkt, die keinerlei Interesse daran hat, eine heldenhafte Rolle zu übernehmen. Ihre Zusammenarbeit beginnt eher widerwillig und angespannt, und genau das macht ihre Entwicklung so interessant. Vertrauen entsteht hier nicht sofort, sondern langsam durch gemeinsame Erlebnisse und überstandene Gefahren.

 




Auch das Worldbuilding hat mich überzeugt, vor allem die Idee, dass sich nach dem Verschwinden der spirituellen Energie über Jahrhunderte hinweg eine gefährliche, zerstörerische Kraft angesammelt hat. Die Reise-Struktur des Romans funktioniert sehr gut, da jede neue Station mehr über politische Konflikte, verborgene Fraktionen und übernatürliche Bedrohungen enthüllt. Mir hat auch gefallen, dass trotz der düsteren apokalyptischen Grundstimmung immer wieder ruhigere, fast humorvolle Momente zwischen den Figuren eingebaut sind, die der Geschichte mehr Menschlichkeit geben.

 

Gleichzeitig ist das Erzähltempo eher ruhig und kann besonders am Anfang etwas langsam wirken, da viel Zeit in den Aufbau der Welt und ihrer Regeln investiert wird. Ich fand aber, dass genau dieser langsame Einstieg später dafür sorgt, dass die emotionale und erzählerische Wirkung stärker wird, sobald die eigentliche Reise beginnt. Der Ton wechselt dabei geschickt zwischen ernsteren und leichteren Momenten, was die Geschichte abwechslungsreich hält.

 






Zusammenfassung:

 

Insgesamt war dieser erste Band für mich ein sehr atmosphärischer und spannender Einstieg in die Reihe. Die Mischung aus apokalyptischer Fantasy, schicksalhafter Verbindung und langsam wachsendem Vertrauen zwischen den Hauptfiguren macht ihn besonders interessant. Ich habe das Buch am Ende mit großer Neugier auf die Fortsetzung geschlossen und bin gespannt, wie sich die Beziehung der Figuren und der größere Konflikt weiterentwickeln.


Buch-Link:


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