[Buchrezension] Eine Seite noch – Warum Lesen uns so glücklich macht, [Autorin] Meike Winnemuth
- Alexandra Antipa
- 2 hours ago
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Ich habe Bücher über Lesen schon immer geliebt. Als ich auf dieses Buch stieß, wusste ich, dass es eine ausgezeichnete Wahl sein würde … wir alle kennen das: nur noch eine Seite. Es fühlte sich an, als würde man wertvolle Zeit mit einem guten Freund verbringen, mit jemandem, der Bücher wirklich liebt und einem zeigen möchte, warum das wichtig ist. Dies ist kein Ratgeber oder akademisches Nachschlagewerk, sondern vielmehr eine persönliche Auseinandersetzung mit dem Lesen als menschlicher, gelebter Erfahrung. Und ich habe jedes Wort dieses Buches geliebt.
Meine Meinung:
Dieses Buch bietet so viele wertvolle Erkenntnisse. Eindrücke, Begegnungen, Leseexperimente, persönliche Anekdoten, literarische Bezüge – es ist zweifellos einer der interessantesten Einblicke in die Welt des Lesens und dessen Vorteile für unsere emotionale und geistige Gesundheit. Der Ton ist gesprächig und sehr freundlich, und ich bin erstaunt, wie mühelos die Autorin zwischen Denkern wie Seneca, klassischen Autoren und zeitgenössischen Romanen wechselt. Letztendlich bietet sie uns eine ausführliche und feinfühlige Antwort auf die Frage, die wir uns alle schon einmal gestellt haben: Warum fühlen wir uns durch das Lesen besser?
Einige Passagen des Buches sind eher locker und mit intelligentem Humor gespickt. Andere sind eher nachdenklich, vor allem wenn sie über ihre persönlichen Gewohnheiten spricht und darüber, wie das Lesen ihre Identität geprägt hat. Das Lesen ist so fest in den Alltag integriert – ich finde, das ist etwas ganz Wichtiges. Für mich war dieses Buch sowohl ein Mittel, der Langeweile zu entfliehen, als auch eine Möglichkeit, mich wieder mit meiner Liebe zum Lesen zu verbinden. Es ist die Art von Buch, die man langsam genießt, und es funktioniert besonders gut, wenn man sich ohnehin gerne mit den eigenen Lesegewohnheiten beschäftigt.
Einer der faszinierendsten Aspekte des Buches ist, wie Winnemuth ihre eigenen Lebenserfahrungen mit dem Lesen in ihre übergeordneten Überlegungen einfließen lässt. Sie schreibt darüber, wie sie sich bewusst Leseherausforderungen stellt, Klassiker wiederentdeckt, denen sie einst aus dem Weg gegangen ist, und genauer darauf achtet, wie verschiedene Bücher ihre Stimmung und ihren Tagesrhythmus beeinflussen. Es gibt auch interessante Exkurse darüber, wie das Lesen in das moderne Leben passt – im Wettstreit mit Ablenkung, Zeitdruck und digitaler Überlastung – und wie selbst kleine Lese-Rituale ein Gefühl der Erdung vermitteln können. Diese Details verleihen dem Buch einen praktischen, lebensnahen Charakter, wodurch es weniger abstrakt wirkt und sich mehr darauf konzentriert, wie das Lesen tatsächlich im Alltag aussieht, anstatt nur darauf, was es theoretisch bedeutet.
Zusammenfassung:
In „Eine Seite noch: Warum Lesen uns so glücklich macht“ untersucht Meike Winnemuth das Lesen als eine zutiefst persönliche Quelle der Freude, des Trostes und der Sinnhaftigkeit. Ausgehend von ihren eigenen Erfahrungen, Leseexperimenten und Reflexionen über eine Vielzahl von Büchern und Autoren entwirft sie eine lockere, essayistische Betrachtung darüber, warum Lesen im Alltag wichtig ist. Anstatt eine strenge Analyse zu liefern, konzentriert sie sich auf die emotionalen und psychologischen Auswirkungen des Lesens – wie es die Aufmerksamkeit prägt, Fluchtmöglichkeiten bietet und ein Gefühl der Verbundenheit schafft. Das Ergebnis ist ein warmherziges, zugängliches Buch, das das Lesen nicht als Pflicht oder intellektuelle Übung feiert, sondern als eine Gewohnheit, die das Leben still und leise bereichern und stabilisieren kann.
Buch-Link:

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