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[Buchrezension] Free Ride: 36000 Kilometer mit dem Motorrad auf dem Weg zu mir Selbst, [Autorin] Noraly Schoenmaker

Writer: Alexandra Antipa
Alexandra Antipa
Sep 14
2 min read



Ich verfolge Noraly Schoenmaker, besser bekannt als Itchy Boots, schon seit einiger Zeit und kenne sie vor allem durch YouTube und Instagram. Deshalb war ich sofort neugierig, als ich ihr Buch Free Ride: 36.000 Kilometer mit dem Motorrad auf dem Weg zu mir selbst entdeckt habe. Ihre Motorradreisen finde ich schon in ihren Videos unglaublich spannend, aber die Geschichten einmal in Ruhe als Buch zu lesen, ist doch etwas anderes. Ich wollte vor allem wissen, wie sie ihre Reisen selbst erlebt hat, was sie antreibt und was hinter den vielen Kilometern, Ländern und Abenteuern steckt.


Meine Meinung:


Besonders gut hat mir gefallen, dass das Buch sehr persönlich und ehrlich geschrieben ist. Es geht nicht nur um schöne Landschaften, spannende Straßen und die Freiheit auf dem Motorrad. Noraly erzählt auch von schwierigen Situationen, Unsicherheiten, Problemen und Momenten, in denen wahrscheinlich nicht immer sofort klar war, wie es weitergehen soll. Genau das hat die Geschichte für mich so interessant gemacht. Dadurch wirkt die Reise nicht wie ein perfekt geplantes Abenteuer, sondern viel echter und nachvollziehbarer. Beim Lesen habe ich mich mehr als einmal gefragt, wie ich selbst in bestimmten Situationen reagiert hätte.


Natürlich sind auch die vielen verschiedenen Länder und Landschaften ein großer Teil des Buches. Ich fand es spannend, Noraly auf ihrer langen Reise gedanklich zu begleiten und dabei einen Eindruck von den unterschiedlichen Orten, Menschen und Bedingungen zu bekommen. Einige Erlebnisse kannte ich schon aus ihren Videos, aber im Buch bekommen sie noch einmal eine andere Wirkung. Man nimmt sich beim Lesen mehr Zeit für die einzelnen Geschichten und bekommt einen besseren Eindruck davon, was hinter den kurzen Momenten steckt, die man sonst vielleicht nur in einem Video sieht. Dadurch hatte ich beim Lesen oft das Gefühl, ein kleines Stück selbst mit auf dem Motorrad zu sitzen und diese Reise mitzuerleben.


Was mir außerdem gefallen hat, ist, dass Free Ride eigentlich viel mehr ist als nur ein Buch über Motorräder und eine Weltreise. Hinter den 36.000 Kilometern steckt auch eine persönliche Entwicklung. Noraly erzählt davon, ihren eigenen Weg zu finden, Entscheidungen zu treffen, mit Unsicherheit umzugehen und herauszufinden, was sie im Leben wirklich möchte. Genau dieser Teil hat mich teilweise sogar mehr interessiert als die eigentliche Reise. Man muss kein Motorradfahrer sein und auch nicht davon träumen, selbst um die Welt zu fahren, um manche dieser Gedanken nachvollziehen zu können. Es geht letztlich auch um Mut, Freiheit und die Frage, ob man den eigenen Weg geht oder sich zu sehr danach richtet, was andere von einem erwarten.


Zusammenfassung:


Insgesamt hat mir Free Ride wirklich gut gefallen. Das Buch lässt sich angenehm lesen und fühlt sich dabei sehr persönlich und authentisch an. Besonders schön fand ich, Noraly einmal abseits ihrer bekannten Videos kennenzulernen und einen tieferen Einblick in ihre Gedanken und Erfahrungen zu bekommen. Für mich war es deshalb nicht einfach nur eine Reisegeschichte, sondern auch eine Geschichte darüber, den Mut zu haben, etwas Neues auszuprobieren und seinen eigenen Weg zu finden. Wer Itchy Boots bereits von YouTube oder Instagram kennt, wird das Buch wahrscheinlich besonders interessant finden, aber auch ohne Vorkenntnisse kann ich es allen empfehlen, die Reisegeschichten, Motorräder oder einfach persönliche Geschichten über Freiheit, Abenteuer und Selbstfindung mögen.


 
 
 

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